Salman Rushdie bezeichnet Carrie Fisher als „krasse Prinzessin“

Der britisch-indische Schriftsteller Salman Rushdie („Golden House“) hat sich als Star-Wars-Fan geoutet. Die Faszination für diese Science-Fiction-Reihe erklärt er auch mit der Strahlkraft von Prinzessin Leia und ihrer Hauptdarstellerin Carrie Fisher. „Carrie Fisher war eine krasse Prinzessin. Eine knallharte Kinoheldin“, sagte Rushdie der „Welt am Sonntag“.

„Carrie spielte Prinzessin Leia als Anführerin. Sie ist keine, die anderen hinterherrennt. Sie ist es, die die Armee der Rebellen anführt. Und, das sollten wir an dieser Stelle auf gar keinen Fall vergessen, sie killt Jabba den Hutten.“ Rushdie und die Star-Wars-Schauspielerin waren viele Jahre eng befreundet. Fisher war Ende vergangenen Jahres gestorben, nachdem sie am 23. Dezember auf einem Flug von London nach Los Angeles einen Herzstillstand erlitten hatte. Rushdie verriet jetzt, dass er sie noch am Abend vor ihrem Abflug in London zum Essen getroffen hatte. „Ich war einer der Letzten, der sie gesehen hat, bevor sie den Flug von London nach Los Angeles nahm – und kurz darauf starb“, sagte Rushdie der Zeitung. „Ich weiß noch, dass ich dachte, wie gut sie aussah. Ich war wirklich hoch erfreut, sie in so einer guten Verfassung zu erleben. Und dann blieb auf diesem Flug ihr Herz stehen und sie starb kurz darauf.“ Rushdie und Fisher hatten sich vor vielen Jahren nach einem gemeinsamen Talk-Show-Auftritt in England angefreundet. „Carrie Fisher war eine meiner besten Freundinnen. Ich würde sogar sagen: Sie gehörte zu meinen zehn engsten Freunden“, sagte Rushdie der „Welt am Sonntag“. „Wir haben viel zusammen unternommen. Ich mochte ihre Ausgelassenheit, sie war oft einfach wahnsinnig komisch.“ In dem neuen Star-Wars-Film „Die letzte Jedi“, der ab 14. Dezember in die Kinos kommt, ist Carrie Fisher noch einmal in ihrer alten Rolle zu sehen. Sie hatte die Dreharbeiten vor ihrem Tod abgeschlossen. Rushdie sagte, er habe den neuen Film zwar noch nicht gesehen, dafür aber den Vorgänger „Das Erwachen der Macht“ (2015). „Ich mochte den Film. Mir gefiel besonders, dass er es den ursprünglichen Charakteren Leia, Han Solo und, nun ja, auch Luke Skywalker, der ja nur einen Kurz-Auftritt hat, erlaubte, würdevoll zu altern“, sagte Rushdie, „vor allem jene Szene, in der Leias schwierige Beziehung zu Han Solo thematisiert wird, war sehr gut inszeniert und von beiden großartig gespielt.“ Rushdie hat in vielen seiner Romane, auch in dem aktuellen „Golden House“, stets Hinweise auf Star Wars untergebracht – auf Darth Vader, Yoda oder die Jedi-Ritter. „Im 18. oder 19. Jahrhundert konnten Schriftsteller davon ausgehen, dass ihre Leser die griechische Mythologie recht gut kannten. Dieses gemeinsame Vokabular haben wir heute nicht mehr“, sagte Rushdie der „Welt am Sonntag“, „an diese Stelle ist ein neues Vokabular getreten, das aus der Welt der Musik und der Filme hervorgeht. Und dieses Vokabular nutze ich. Wenn ich beispielsweise in meinem neuen Roman auf den Film `Der Pate` eingehe, auf Werner Herzog, Klaus Kinski oder eben `Star Wars` anspiele, dann weiß jeder genau, was ich meine.“ (dts Nachrichtenagentur)(dts Nachrichtenagentur)

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